Abteilungsübergreifende Vernetzung und Kollaboration wird für den Unternehmenserfolg immer entscheidender. Human Resources Manager stehen vor der Aufgabe, die persönliche Vernetzung von Experten zu fördern und so auf die großen Herausforderungen wie Digitalisierung die richtigen Antworten zu finden.

Die Vernetzung von Experten wird zu einer entscheidenden und übergeordneten Aufgabe, derer sich auch Vorstände und Geschäftsführer zunehmend annehmen. Denn um übergreifende Projekte voranzubringen, ist für Unternehmen eine engere Zusammenarbeit zwischen Abteilungen immer wichtiger.

Christoph Drebes, einer von insgesamt drei Gründern und Geschäftsführern des Statup-Unternehmens Mystery Lunch aus München, ist der Ansicht, dass die Digitalisierung das Projektmanagement in Unternehmen erleichtert. „Gleichzeitig verliert der persönliche Kontakt keineswegs an Bedeutung“, so Drebes. „HR Manager haben die Aufgabe, Zusammenarbeit über Abteilungen hinweg zu ermöglichen und die Performance ihres Unternehmens damit zu erhöhen.“

Vier wichtige HR-Trends

Die aus Sicht von Mystery Lunch wichtigsten Entwicklungen für Human Resources im Jahr 2017 sind folgende:

1. Zusammenarbeit und Kollaboration

Wenn Kollegen aus verschiedenen Abteilungen ihre Expertise zusammenbringen, kommen Projekte wesentlicher schneller zum Erfolg. Silodenken hingegen ist dabei eines der größten Hemmnisse, das erkennen immer mehr Unternehmen. Firmen aller Größen werden nach neuen Möglichkeiten suchen, den Austausch zwischen Mitarbeitern zu stärken. Dabei spielen digitale Collaboration Tools weiterhin eine Rolle – immer wichtiger wird aber die persönliche Interaktion. Eine der zentralen Aufgaben für Human-Resources-Verantwortliche wird es im kommenden Jahr sein, Ausschau nach neuen Formen zu halten, um den Austausch zu fördern.

2. Vom virtuellen Austauch zum persönlichen Treffen

Meetings und Veranstaltungen sind gut geeignet, um zur Vernetzung von Mitarbeitern beizutragen. Für abteilungsübergreifende Lösungen braucht es allerdings häufig mehr. Hier haben viele Unternehmen bislang auf firmeninterne soziale Netzwerke gesetzt – sogenannte Social Collaboration Tools. Diese können helfen, Communities zu bestimmten Themen zu bilden. Nachhaltige Vernetzung und ein Aufbrechen von Silodenken entsteht jedoch in vielen Fällen nur, wenn Firmen einen Schritt weiter gehen und neue persönliche Kontakte ermöglichen.

3. Konversation und Dialog vertikal und horizontal

Ausschließliche Top-down-Kommunikation steht schon einige Zeit vor dem Aus. Unternehmen haben erkannt, dass sie einen verstärkten Austausch aller Ebenen benötigen und somit zwischen verschiedenen Ebenen und in alle Richtungen kommunizieren müssen. Ziel ist es, voneinander zu lernen und sich weiterzuentwickeln – somit lernt der Mitarbeiter vom Chef und umgekehrt. Gleiches gilt für die Interaktion von Spezialisten mit unterschiedlicher Expertise. Oft wird Know-how erst durch Transfer und Austausch wirklich wertvoll.

4. Vernetzung unterstützt Recruiting und Mitarbeiterbindung

Mit besserer Kommunikation ist meist eine fortschrittliche und positive Unternehmenskultur verbunden. Diese ist auch im Bereich Recruiting und Mitarbeiterbindung so bedeutend wie nie zuvor. Für immer mehr Fachkräfte liegt darin häufig das Zünglein an der Waage, wenn es um die Frage „gehen oder bleiben“ geht. Auch informieren sich potenzielle neue Mitarbeiter heute vorab wesentlich intensiver. Gerade hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte entscheiden nicht nur nach harten Kriterien wie Gehalt oder Arbeitszeit, sondern nach soften Faktoren, wenn sie sich nach einem Arbeitgeber umsehen.

Fazit

Projekte sind heute oft so vielschichtig, dass ein eindimensionaler Zugang nicht genügt. Experten aus verschiedenen Bereichen müssen zusammenarbeiten. Das fördert neben dem Austausch von Wissen auch eine positive Unternehmenskultur. Geschäftsführer und Vorstände haben das erkannt und treiben entsprechende Initiativen heute voran. Um Mitarbeiter aus verschiedenen Abteilungen und Ebenen besser zu vernetzen, brauchen Unternehmen neue Lösungsansätze.

Weitere Informationen:
Mystery Lunch
www.mysterylunch.de

Bildhinweis:
HR-Thema Kollaboration: Symbolbild (Quelle: pixabay.com)

16.01.2017